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Corona-Pandemie führt zu erhöhter Sterblichkeit

Mund-Nasen-Schutz und Teelicht © Andreas Gruhl
Mund-Nasen-Schutz und Teelicht © Andreas Gruhl
04.03.2022

Die Corona-Pandemie führte auch im Jahr 2021 zu einer erhöhten Gesamtsterblichkeit in Österreich: Wie schon im Jahr davor starben insgesamt mehr Menschen als in den Jahren vor der Pandemie, informiert Statistik Austria. Bei fast 8.000 Personen war eine COVID-19-Infektion die Todesursache. Neben den an COVID-19 Verstorbenen lag zudem bei fast 2000 Personen eine COVID-19-Infektion als Begleiterkrankung vor. Die häufigsten Todesursachen waren 2021 wie auch in den Jahren davor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs.

Im Jahr 2021 starben in Österreich den vorläufigen Ergebnissen der Statistik Austria zufolge insgesamt 90.434 Personen. Dies waren um 9,1 Prozent bzw. 7.559 Personen mehr als in den fünf Jahren vor der Pandemie: Von 2015 bis 2019 verstarben im Durchschnitt 82.875 Personen. Insgesamt 7.857 Personen bzw. 8,7 Prozent verstarben 2021 an COVID-19. Männer häufiger als Frauen: Bei Männer traten 4.257 COVID-19-Sterbefälle auf, bei Frauen 3.600 COVID-19-Sterbefälle.

„Die Corona-Wellen von Sterbefällen waren 2021 zwar weniger stark ausgeprägt als noch 2020, dennoch verstarben zum Höhepunkt im letzten Herbst mehr Menschen aufgrund von COVID-19 als aufgrund von Krebs” erklärt Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas in einer Presseaussendung.

COVID-19-Todesfälle meist in höherem Alter

Todesfälle aufgrund von COVID-19 traten vor allem im höheren Alter auf: Das durchschnittliche Alter der an COVID-19 Verstorbenen lag für Männer bei 77,7 Jahren, für Frauen bei 82,9 Jahren. Der Anteil von COVID-19 als Todesursache stieg für Männer wie für Frauen ab dem Erwachsenenalter an und war für beide Geschlechter zwischen dem 75. und 85. Lebensjahr am höchsten. 

Auch regional gab es 2021 deutliche Unterschiede beim Anteil der an COVID-19 Verstorbenen: Die höchsten Anteilswerte wiesen Kärnten (10,5 Prozent), Salzburg (9,6 Prozent) und Wien (9,5 Prozent) auf. In Tirol (6,3 Prozent), Vorarlberg (6,8 Prozent) und dem Burgenland (7,8 Prozent) waren diese am niedrigsten.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs bleiben häufigste Todesursachen

Die häufigsten Todesursachen waren auch 2021 Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Krebs. Bei beiden ist die Sterblichkeit im Vergleich zu den Jahren vor der Pandemie 2015 bis 2019 leicht gesunken. Im Gegensatz dazu verstarben 2021, wie auch 2020, deutlich mehr Menschen an Demenz und Morbus Parkinson. Damit setzte sich ein Trend aus dem Vorfeld der Pandemie fort.

Den deutlichsten Rückgang im Vergleich zu den Jahren vor der Pandemie gab es bei der durch Influenza und Pneumonie verursachten Sterblichkeit. Hier sank die Zahl der Verstorbenen 2021 um -52 Prozent (2020: -17 Prozent) im Vergleich zum Durchschnitt der fünf Jahre 2015 bis 2019. Dies war hauptsächlich bedingt durch den Ausfall der Grippesaison aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

Weitere Informationen: 

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